Wieso Schutzhandschuhe beim Putzen wichtig sind

Wirkung alkalischer Reiniger auf die Haut

Schutzhandschuhe beim Putzen

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Die meisten Putzmittel, mit denen man Fette sinnvoll lösen kann, sind nicht neutral, sondern alkalisch. Alle basischen Substanzen neutralisieren den Säureschutzfilm der Haut und bewirken eine Verseifung von Hautfett. Obwohl dieser Vorgang die Haut der wichtigsten Schutzmechanismen beraubt, wird er oft als positive empfunden. Das seifige Gefühl auf der Haut vermittelt den Eindruck von Sauberkeit, ist aber ein Zeichen, dass die Haut beschädigt wird.

Auch milde Reiniger schaden

Bei stark sauren oder alkalischen Putzmitteln warnt meist ein unangenehmes Brennen der Haut, bevor es zu Schäden kommt. Bei Neuralreinigern oder milden Reinigungsmitteln gibt es diese Warnung nicht, obwohl auch diese Produkte schwer Hautschäden verursachen. Grundsätzlich schadet jeder Reiniger, der über mehrere Minuten mit der Haut in Kontakt kommt der Hautflora und dem Hautfett.  Continue reading

Vorteile von tensidfreien Reiniger

Vorteile von tensidfreien Reiniger

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Die Vorstellung, dass Reinigung und Tenside zusammengehören, ist weit verbreitet. Aber Reinigungsmittel müssen keine Tenside enthalten, um Schmutz zu lösen. Tensidfreie Reiniger sind in mancher Hinsicht den tensidhaltigen Produkten überlegen. Die sogenannten Komplexbildner in den tensidfreien Reinigern binden sowohl Kalk als auch Schmutzpartikel. Allerdings schäumen diese Reiniger nicht und benetzen Oberflächen deutlich schlechter als tensidhaltige Produkte.

Verträglichkeit der Reiniger

Zugegeben ein tensidfreier Reiniger ist sicher ungeeignet um eine Fettschicht zu entfernen. Aber Schmutz besteht in vielen Bereichen kaum aus Fett. Der Einsatz von Tensiden ist daher oft überflüssig. Dieser Umstand ist besonders zu bedauern, da Tenside die Haut entfetten und die Umwelt belasten. Continue reading

Das sind Tenside

Tenside

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In jedem Putz-, Spül- und Waschmittel finden sich Tenside, auch in Kosmetika zur Körper- oder Haarreinigung ist dieser Stoff vorhanden. Aber was machen sie genau?

 

Chemischer Aufbau eines Tensids

Ein Tensidmolekül ist eine lange komplexe chemische Verbindung. Die Moleküle bestehen aus einer längeren Kette eines Kohlenwasserstoffs. Dieser Teil ist dem Fett ähnlich. Der Chemiker spricht von lipophil, also fettliebend. Gleichzeitig ist dieser Teil des Tensids hydrophob, also Wasser abweisen. Diese Molekülkette endet in einer Verbindung, die hydrophil ist. Das Molekül hat also zwei Eigenschaften, es kann sich sowohl in Fett als auch in Wasser lösen.

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