Kleine Lehre über Putzschwämme

Kleine Lehre über Putzschwämme

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Die Bezeichnung Schwamm geht auf die einen mehrzelligen Tierstamm zurück, der in allen Meeren der Welt vorkommt. Das Skelett der Hornschwämme ist weich und saugfähig. Es wurde schon im Altertum für die Reinigung des Körpers verwendet. Moderne Putzschwämme bestehen auf offenzelligem Schaumstoff, der aus verschiedenen Kunststoffen geschäumt werden kann. Die Schwämme können mit Vliesen verbunden sein, um harte Verkrustungen zu lösen. Für die Topfreinigung wird auch oft ein Reinigungsschwamm aus Metall oder Kunststoffgeflecht verwendet.

Unterschiedliche Strukturen beim

Putzschwämme sollen in der Lage sein viel Wasser aufzunehmen. Für diese Eigenschaft sind die kleinen offenen Poren im Schaumgummi verantwortlich. Echte Naturschwämme haben nicht nur diese kleinen Poren, sondern zusätzlich eine große Lochstruktur. Diese grobe Struktur ist für den Einsatz als Reinigungsschwamm ohne Bedeutung. Trotzdem werden auch Putzschwämme angeboten, welche diese Form eines Naturschwamms nachahmen. Diese Schwämme werden sogar meist in der bräunlich beigen Farbe der Naturschwämme produziert. Diese Art wird meist als Badeschwamm oder für die Autoreinigung angeboten.

Zum Putzen von Bädern und Küchen werden bunte Putzschwämme aus feinporigem Schaumstoff ohne sonstige Strukturen eingesetzt. Auch die erwähnten Metall- oder Kunststoffgeflechte sowie Verbundstoffe mit Vlies kommen in diesen Bereichen zum Einsatz.

Schwämme für jeden Zweck

Ein Reinigungsschwamm, der nur aus Schaumstoff besteht, kann viel Wasser aufnehmen. Aus diesem Grund sind Schwämme ausgezeichnet geeignet, um Verkrustungen mit Wasser oder Reinigungsflotte zu lösen. Auch eignen sich Putzschwämme, um verschüttete Flüssigkeiten aufzunehmen. Sie sind aber sehr weich und können daher kaum kräftig am Schmutz reiben. Daher werden sie meist mit einer harten Seite zum Scheuern verbunden. Ein Reinigungsschwamm, auf dem einseitig eine harte Vliesschicht aufgebracht ist, zeichnet sich durch seine universelle Verwendungsfähigkeit aus. In der Scheuerseite sind Schleifkörper enthalten, um kraftvoll zu reinigen. Diese Schichten sind so hart, dass sie empfindliche Flächen beschädigen können. Zum Reinigen von lackierten Oberflächen beschichten Pfannen oder Plexiglas sind diese Scheuerseiten nicht geeignet. Damit lassen sich aber Fliesen, Arbeitsplatten, Spülen und Ceranfelder säubern. Da ein Schwamm ohne Vliesseite in der Regel zum Putzen nicht ausreicht, gibt es auch Putzschwämme mit einer kratzfreien harten Schicht. Diese kann aus Vlies bestehen oder aus einem harten Schaumstoff. Die meisten Hersteller färben diese Schichten weiß ein, während die Vliesschichten mit Schleifkörpern dunkelgrün, dunkelblau oder schwarz gefärbt sind.

Putzschwämme werden in verschiedenen Formaten und dicken angeboten. Etwa 45 mm dicke Schwämme mit einer Griffrille in der Mitte lassen Sie gut greifen und haben sich daher weitgehend als Standard durchgesetzt. Für die Küche ist ein Reinigungsschwamm mit einer Grundfläche von etwa 15 x 7 cm zweckmäßig, zum Putzen der Fliesen im Bad werden Putzschwämme mit größeren Grundflächen verwendet.

Spezialschwämme für die Topfreinigung

Für nicht beschichtete Töpfe und Pfannen wird seit Jahrzehnten ein Reinigungsschwamm angeboten, der aus einem Metallgeflecht besteht. Auch Putzschwämme aus feiner Stahlwolle, die oft verseift ist, werden schon seit Langem eingesetzt. Obwohl es sich bei diesen Produkten nicht um Schwämme im herkömmlichen Sinn handelt, werden auch diese Produkte als Schwämme angeboten. Für diese Art von Reinigungsschwamm ist auch der Ausdruck Topfschwamm gebräuchlich. Mit dem Aufkommen von beschichteten Pfannen kamen auch bunte Topfschwämme aus einem Geflecht von harten Kunststofffasern auf den Markt. Diese Putzschwämme können Verkrustungen abkratzen, ohne den Untergrund zu zerkratzen. Sie sind daher dem Reinigungsschwamm mit Scheuerseite aus Vlies überlegen.

Besondere Putzschwämme für hartnäckigen Schmutz

Auch sogenannte Schmutzradierer sind Putzschwämme. Der ebenfalls offenporige Schaum besteht aus Melaminharz. Beim Reinigen mit diesen Schwämmen werden kleine Melaminharzpartikel vom Reinigungsschwamm abgesondert, die eine abrasive (abtragende) Wirkung haben. Diese Teilchen werden zusammen mit dem Schmutz in den Schwämmen gebunden. Diese Spezialschwämme werden ohne Reinigungsmittel verwendet und verbrauchen sich bei der Reinigung.

Schwämme müssen regelmäßig getauscht werden

Jeder Reinigungsschwamm aus Kunststoff bleibt auch nach dem Ausdrücken feucht. Ein feuchter Schwamm, in dem Reste von organischen Verschmutzungen sind, ist eine Brutstätte für Bakterien. Im privaten Bereich sollen Schwämme nach einer Woche entsorgt werden, in Großküchen ist eine tägliche Entsorgung gebrauchter Schwämme sinnvoll.

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